Entwicklung der Immobilienpreise in Spanien

Sie sind hier: Start » Infos » Bauen und Wohnen in Spanien » Preisspiegel Spanien

Die Preise für Wohneigentum sind im Jahr 2021 vielerorts weiter gestiegen – in Spanien stellenweise um bis zu 11 Prozent. Der Durchschnittspreis für Immobilien dort hat den höchsten Stand seit 10 Jahren erreicht und lag im Jahr 2021 bei 1.823 €/m², Tendenz steigend.

Der Anstieg der Rohstoffpreise und der Arbeitskosten macht sich sowohl im Jahr 2021 als auch im Jahr 2022 auch im Preis der Neubauwohnungen bemerkbar, vor allem in einer Zeit, in der das Angebot hinter der Nachfrage zurückbleibt.

Dies geht aus den statistischen Daten der Registradores de España, die die Informationen der spanischen Grundbuchämter bündeln, hervor.

Große regionale Unterschiede bei Immobilienpreisen

Innerhalb des letzten Jahres haben sich die Neubauten in Spanien um 2,9 % leicht verteuert, ähnlich sieht es bei den Preisen für Bestandsimmobilien, die um 4,2 % gestiegen sind. Dort setzte sich der Aufwärtstrend fort: der Durchschnittspreis von 1.773 €/m² war im vergangenen Jahr der höchste der letzten zehn Jahren (seit 2011).

Tabelle des Durchschnittspreises pro €/m² für Neubau und Gebrauchtimmobilien im Jahr 2021

klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern

Wo sind Immobilien in Spanien am günstigsten und wo am höchsten? Wo lebt es sich am günstigsten in Spanien?

Die autonomen Gemeinschaften mit den höchsten Durchschnittspreisen im letzten Jahr waren die Comunidad de Madrid (2.865 €/m²), País Vasco (2.838 €/m²), Illes Ballears (2.813 €/m²) und Katalonien (2.265 €/m²). Die niedrigsten Preise wurden in Extremadura (727 €/m²), Kastilien-La Mancha (828 €/m²) und der Region Murcia (1.046 €/m²) registriert.

Die größten Preissteigerungen und Rückgänge wurden in folgenden Regionen registriert:

  • Illes Balears (8,4%)

    Canarias (7,1%)

    Andalucía (5,3%)

  • Extremadura (-5,0%)

    Principado de Asturias (-1,2%)

    Aragón (-0,5%)

Durchschnittliche Preise pro m² in den autonomen Regionen in Spanien 2021

828 €/m²

⌀ 727 €/m²

2.265 €/m²

2.813 €/m²

2.838 €/m²

⌀ 2.865 €/m²

⌀ 1.498 €/m²

⌀ 1.072 €/m²

⌀ 1.442 €/m²

⌀ 1.362 €/m²

⌀ 1.355 €/m²

⌀ 1.046 €/m²

⌀ 1.716 €/m²

⌀ 1.587 €/m²

⌀ 1.285 €/m²

⌀ 1.930 €/m²

⌀ 1.108 €/m²

Fahren Sie mit der Maus über die Marker auf der Karte, um die durchschnittliche Immobilienpreise pro m² für die ausgewählte Region zu erfahren.

Durchschnittspreis pro Immobilie - Balearen am teuersten

Der Durchschnittspreis pro Immobilie in Spanien lag in 2021 bei 179.887 €, was einer Steigerung von 5,6 % im Vergleich zu 2020 entspricht. Der Anstieg des Quadratmeterpreises und der durchschnittlichen Wohnungsfläche haben auch dort den Durchschnittspreis in die Höhe getrieben. Die Ergebnisse des Jahres bedeuten fast acht Jahre in Folge ein Wachstum seit dem Tiefpunkt Anfang 2014 (135.391 €).

Trotz dieser langen Wachstumsphase liegt der Durchschnittspreis immer noch unter dem Höchststand von Anfang 2008 (183.160 €).

Preisentwicklung der Immobilien auf Mallorca

Der Immobilienmarkt der Balearischen Inseln bleibt als einer der stärksten innerhalb Spaniens und erfreut sich trotz Covid-19 in den letzten Jahren großer Nachfrage (größer als das Angebot), die von Jahr zu Jahr weitersteigt. Demnach betrug die Preissteigerung von Wohnimmobilien auf den Balearen im letzten Jahr im Vergleich zum Vorjahr 13,7 Prozent. So waren in 2021 die durchschnittliche Preise für Immobilien in der Hauptstadt Palma de Mallorca mit 2.837 €/m² eine der höchsten in Spanien. Es gibt derzeit mehrere Gründe für diese Preisentwicklung - zum einen sind Materialkosten, Grundstückpreise und Arbeitslöhne gestiegen, zum anderen wird dort mittlerweile energieeffizienter gebaut und es werden auf Mallorca mehr Luxusimmobilien angeboten.

Quelle: Registradores de España

durchschnittliche Immobilienpreise pro Immobilie in Spanien

81.102 €

97.465 €

102.581 €

107.708 €

109.721 €

116.535 €

128.381 €

129.472 €

133.136 €

145.331 €

157.729 €

162.086 €

171.961 €

179.887 €

212.145 €

246.761 €

291.763 €

311.503 €

Fahren Sie mit der Maus über die Marker auf der Karte, um die durchschnittliche Immobilienpreise pro Immobilie für die ausgewählte Region zu erfahren.

Zahl der Immobilienkäufe und -verkäufe steigt um mehr als 30 %

Die Zahl der registrierten Wohnungen in Spanien hatte im Jahr 2021 eine spektakuläre Entwicklung und erreichte mit 564.569 den höchsten Wert seit 2008. Nach den Auswirkungen des zweiten Quartals 2020, erholte sich der Immobilienmarkt im Laufe des Jahres und setzte diesen Aufwärtstrend im Jahr 2021 fort, um ein Niveau zu erreichen, das über dem vor der Gesundheitskrise lag.

Bei den Bestandsimmobilien wurden 452.005 Käufe registriert, der höchste Wert seit 2007. Im Neubau wurden 112.564 Käufe registriert, der höchste Wert seit 2014.

In allen autonomen Gemeinschaften ist die Zahl der Verkäufe von Jahr zu Jahr gestiegen.

Für Käufer aus Deutschland bleiben die Immobilien in Spanien weiterhin interessant
Anteil der deutschen Käufer Immobilienmarkt Spanien 2021

Die Nachfrage ausländischer Käufer nach spanischen Immobilien nimmt weiter zu und die Deutschen kaufen in Spanien mehr als je zuvor. Betrachtet man die Grafik zur Entwicklung des Prozentanteils der deutschen Käufer im Jahresvergleich, wird ersichtlich, dass im Jahr 2021 den höchsten Wert der letzten Jahre erreicht wurde.

Zu den Nationalitäten, die letztes Jahr die meisten Immobilien in Spanien gekauft haben, zählen die Briten (11,01 %, 6.562) gefolgt von Deutschen (9,59 %, 5.712) – die höchste Zahl, seit Daten erhoben werden – Franzosen (7,6 %, 4.538), Marokkanern (7,2 %, 4.260), Belgiern (5,7 %, 3.410), Rumänen (5,4 %, 3.232) und Italienern (4,7 %, 2.803).

Alicante, Tenerife, Málaga, Las Palmas und beide Archipele sind nach wie vor die Gebiete, in denen Ausländer den größten Anteil am Immobilienmarkt haben.

Quelle: Registradores de España